
Musicians
Ali Pirabi
Instruments
Instruments
Instruments this member plays in the ensemble.

Tar
The Tar is one of the most important instruments of Persian music. With its six strings and warm, resonant sound, it stands at the heart of the Persian classical tradition. The Tar is a symbol of Iran’s rich musical heritage, artistry, and cultural identity.

Santur
The Santur is one of the most important instruments of Persian music. Played with two delicate wooden mallets, it is known for its clear, warm, and shimmering sound. For centuries, it has been a central instrument of classical Persian music and a symbol of its elegance and expressive beauty.

Tanbur
The Tanbur is one of the oldest string instruments of Iran, renowned for its warm, resonant, and spiritual sound. It plays an important role in the folk and ritual music traditions of western Iran and holds special significance within the mystical traditions of the Yarsan community. The Tanbur symbolizes the connection between music, history, and spirituality.
Musicians
Ali Pirabi wurde 1978 in Shiraz, Iran, geboren und begann seine musikalische Reise bereits im Alter von sieben Jahren. In dieser Zeit widmete er sich dem Santurspiel sowie der Musiktheorie. Seine ersten Lehrer waren Keyhan Neman, Masoud Hooshman und Reza Salahi. Später studierte er bei dem bedeutenden Santurmeister Majid Kiani und nahm an Meisterklassen von Parviz Meshkatian teil. Violine lernte er bei Asadollah Malek, Hossein Afshar und Habib Pakara, während er im Bereich Tanbur von Seyed Khalil Alinezhad unterrichtet wurde. Darüber hinaus erhielt er Unterricht in Musiktheorie, Komposition und Musikgeschichte bei den renommierten Komponisten Kambiz Roshanravan und Hossein Dehlavi. Neben der klassischen persischen Musik beschäftigte er sich intensiv mit den Grundlagen europäischer Musik. Qualifikationen und Auszeichnungen Sein musikalisches Talent wurde früh durch zahlreiche Preise anerkannt. Bereits 1994 erhielt er den ersten Preis beim iranischen Musikfestival in Shiraz. Weitere Auszeichnungen folgten 1994, 1996, 1997 und 1999 bei iranischen und europäischen Provinzfestivals in Teheran. Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik in Teheran gründete Ali Pirabi 2006 eine eigene Musikschule in Shiraz. Dort unterrichtete er Violine, Santur, Setar, Kamanche, Tanbur sowie Musiktheorie. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit verfasste er Lehrbücher, darunter eine Musikgeschichte des Irans sowie ein Lehrbuch für Santur. Im Jahr 2025 veröffentlichte er das Buch „Persische Instrumente“ für Kinder und Jugendliche in deutscher, englischer und persischer Sprache. Künstlerische Erfahrungen Als Leiter des Ensemble SAMA und durch seine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Formationen prägte Ali Pirabi die Musikszene im Iran maßgeblich. Bereits seit 1995 unterrichtete er an verschiedenen Musikschulen in Shiraz und später an seiner eigenen Musikschule zahlreiche Instrumente. Als international gefragter Künstler trat er unter anderem in Paris, Madrid und Amsterdam auf. Im Jahr 2013 musste er aufgrund politischer Verfolgung den Iran verlassen und fand in Leipzig eine neue Heimat. Dort setzte er seine musikalische Arbeit fort und gründete 2017 die Internationale Musikschule Leipzig. In den Jahren 2015 und 2016 wirkte er mit dem Ensemble „Paul Hoorn und Freunde“ im Weihnachtsprogramm mit. 2017 entstand daraus eine Live-CD-Aufnahme. Im Jahr 2019 nahm er als Santurspieler und teilweise auch als Komponist an einer Tournee mit der „Lautten Compagney“ teil, bei der Barockmusik sowie chinesische Musik auf der Santur interpretiert wurden. Seit 2016 engagierte er sich aktiv im Orchester „Klänge der Hoffnung“ der Stiftung Friedliche Revolution. Von 2021 bis 2023 war er dort als künstlerischer Leiter tätig. Seit 2021 komponierte und arrangierte er über dreißig Werke für Orchester, darunter „Orient trifft Okzident“, „Goethe“, „Heimaten“ und „Azadi“. 2022 leitete er als Komponist und Dirigent Konzerte des Orchesters „Klänge der Hoffnung“ in Lyon und Danzig. Sein Engagement für transkulturelle Musikprojekte führte schließlich 2023 gemeinsam mit Tilmann Löser zur Gründung der „Transkulturelles Musikforum gGmbH“. 2025 gründeten beide gemeinsam das Jugendorchester des Transkulturellen Musikforums. Kompetenzen Ali Pirabi verbindet umfassende musikalische Erfahrung mit pädagogischem Engagement und künstlerischer Leitung. Als Komponist, Dirigent und Musikpädagoge setzt er sich für den kulturellen Dialog zwischen unterschiedlichen Gesellschaften und Menschen ein. 2024 realisierte er mit dem Ensemble SAMA die Konzertreihe „Freiheitsklänge – Musikerinnen ohne Grenzen“ mit Förderung des Kulturamts Leipzig. 2025 folgte das Projekt „Kulturelle Brücken durch Musik“, ebenfalls mit Unterstützung des Kulturamts Leipzig, bei dem er als Komponist und Leiter tätig war.